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„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 13. November

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Samstag, 13. November

„Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland.“ (Jesaja 45, 15)

Das Volk Israel befindet sich in der babylonischen Gefangenschaft. Gott scheint sie vergessen zu haben. Zumindest fühlen sich die Israeliten so. Und Gott scheint verborgen zu sein. Scheinbar besteht keine Möglichkeit im nahe zu kommen. Gott scheint zu schweigen. Und doch ist er der Gott Israels. Er ist ihr Heiland. Derjenige, der heil machen kann.

Aber warum schweigt er dann?

Oder scheint es für das Volk nur so zu sein?

Einige Verse später stellt Gott diesen Vorwurf richtig:

„Ich habe nicht im Verborgenen geredet an einem finstern Ort der Erde; ich habe nicht zu den Söhnen Jakobs gesagt: „Suchet mich vergeblich!“ Denn ich bin der Herr, der von Gerechtigkeit redet und verkündet was recht ist.“ (Jesaja 45, 19)

Gott hat offen zum Volk geredet, vor allen Dingen durch seine Propheten. Aber das Volk wollte nicht hören. Hat die Ohren verschlossen vor den Worten und Mahnungen Gottes. Und heult jetzt Rotz und Wasser angesichts der Konsequenzen.

Aber Gott wendet sich immer wieder neu seinem Volk zu. Er beendet die Gefangenschaft, schenk einen Neuanfang und ermutigt das Volk durch Verheißungen.

Manchmal erscheint Gott auch uns als ein verborgener Gott. Wir verstehen sein Handeln nicht oder erhalten scheinbar keine Antworten auf unsere dringlichsten Fragen.

Aber  – sind wir bereit hinzuhören?

Oder geht Gottes Reden unter im Trubel unseres lauten Alltags?

Gott redet auch heute nicht im Verborgenen, sondern beispielsweise offen und teilweise sehr deutlich in seinem Wort, der Bibel, zu uns. Nur müssen wir bereit sein hinzuhören.

Da hilft es, wenn wir regelmäßig täglich in der Bibel lesen (wie z.B. heute aus Lukas 18).

Wenn wir mit ihm in ständigem Kontakt bleiben im Gebet.

Wenn wir bereit sind zu hören.

Dazu aber braucht es Stille. Stille, die wir heute oft nicht mehr aushalten.

Und Zeit, die wir uns nehmen müssen, auch wenn wir sie scheinbar nicht haben, weil uns so viel Anderes in Beschlag nimmt.

Gott ist kein verborgener Gott. Er gab sich uns zu erkennen als er in Jesus Christus Mensch wurde. In ihm erkennen wir den Vater im Himmel. Zu ihm dürfen wir eine persönliche Beziehung eingehen bzw. pflegen. Vom ihm können wir lernen, wie Gott Leben gedacht hat. Ihm dürfen wir nachfolgen, uns verändern lassen und so ihm immer ähnlicher werden.

Und so dürfen wir mutig vor seinen Thron kommen.

Helmut Haas

Vater im Himmel, du bist kein verborgener Gott. Nur passiert es mir immer wieder, dass ich dich vergesse im Trubel meines Alltags. Vergib mir. Danke, dass ich immer wieder neu vor deinen Thron kommen darf, weil ich durch Jesus Christus freigesprochen bin. So bitte ich dich, geh du mit mir durch diesen Tag und führe und leite du mich in allen Dingen.

Amen

Lied: Mutig komm ich vor den Thron…

Als heutige Bibellese ist Lukas 18, 18 – 30 vorgesehen.


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Veröffentlicht in Tagesimpulse.