„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 16. Juli

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Donnerstag, 16. Juli

Ach! All ihr Durstigen. Kommt her zum Wasser. Auch wer kein Geld hat. Kommt und trinkt umsonst. Jesaja 55,1

Gott geht auf den Markt. Wie ein Marktschreier preist er an, was er zu bieten hat. „Hey!“ schreit er. „Ach!“ Er ruft. Er preist an. Aber er spielt nicht mit im Spiel um den größten Profit. Er will seine Waren verschenken! „Auch wer kein Geld hat: Kommt! Es ist umsonst.“

Wo gibt es denn das? Das widerspricht den Gesetzen des Marktes. Man bekommt nichts geschenkt. Wir erleben es täglich: Was wir leisten, zählt. Unsere Arbeit, unser Können, unser Geld. Wir bekommen nur, wenn wir etwas zu bieten haben. Wer nichts leistet, verdient nichts. Und wer kein Geld hat, kann sich nichts leisten kann.

Aber Gott verschenkt: „Alle ihr Durstigen! Kommt zum Wasser!“ Umsonst. Gott ruft wie ein Marktschreier, widerspricht allem sich etwas leisten können, weil man leistet, sagt nein zu einem Leben als Geschäft.

Man bekommt nichts geschenkt? Doch! Und wie. Und Gott sei Dank.
So Vieles, was wirklich zählt, glücklich macht, aufleben lässt, können wir nur geschenkt bekommen oder selbst verschenken, ist unverdient.
Gott verschenkt, was er hat. Umsonst. Ohne Gegenleistung. Glücklich können wir uns nennen, wenn wir seine Zuwendung, Wertschätzung erfahren. Wenn wir Geliebt werden, seine Treue, sein Vertrauen spüren. Wenn an uns geglaubt wird, für uns gesorgt. Wenn er auch krumme Wege mitgeht. Wenn er vergibt, wir Versöhnung erfahren… So vieles schenkt Gott. Weil wir es brauchen, um unseres Lebens froh sein zu können. Und weil seine Liebe sich nur verschenken kann.

Und wir? Wir können es genauso machen, tun es auch schon lange, erfahren es seit unserer Geburt von anderen, die es gut mit uns meinen. Das macht wirklich satt, sagt Jesaja.. Warum sind wir dann eigentlich immer noch so fixiert aufs Geschäfte machen, auf Geld und Besitz, wo das eigentliche Leben doch vor allem ein mir geschenktes ist, unbezahlbar? Wie befreiend Gottes Wort: Kommt. Es ist mir ein Vergnügen.

Hans-Joachim Scharrer

Gott, du bist einfach nur zum Staunen. Wie sehr musst du uns Menschen lieben, so wie du schenkst bis hin zu Christus, der sogar sein Leben gibt für uns. Dir sei Lob und Ehr von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

Bibellese: 1. Könige 21, 17-29

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