„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 16. Juni

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Dienstag, 16. Juni

„Das alles hast du dir doch selbst bereitet, weil du den Herrn, deinen Gott, verlässt, sooft er dich den rechten Weg leiten will.“ (Jeremia 2, 17)

Die Zeit des Propheten Jeremia war eine Zeit großer Umwälzungen im Nahen Osten. Die Vorherrschaft der Assyrer begann zu bröckeln. Das aufstrebende babylonische Reich machte Assyrien die Vormachtstellung streitig. Ägypten versuchte aus diesem Konflikt für sich Profit zu schlagen. In dieser Konstellation geht nun das Südreich Juda politische Bündnisse ein um scheinbar zu überleben. Dies gelang nicht wirklich. Juda wurde im Machtkampf zwischen den drei Großmächten gnadenlos zerrieben. Es endet letztlich in der totalen Zerstörung Jerusalems und der babylonischen Gefangenschaft.

Hätte es wirklich so weit kommen müssen?
„Nein, mein Volk ist nicht unfrei geboren, dass es jedermanns Raub sei.“, so ließ Gott dem Volk durch Jeremia sagen. Dann folgt unser heutiger Losungstext.
Selbst schuld?
Das Volk hatte seinen Gott verlassen und Götzendienst betrieben. Die Götzen der Nachbarvölker aus Stein oder Holz waren etwas Konkretes, Fassbares, Anschauliches. Deshalb haben sie die Weisungen Gottes, der sie auf dem rechten Weg leiten wollte, in den Wind geschlagen. Und dadurch ihre Freiheit verspielt.
Schließlich ist man selber groß und weiß wo es lang geht.

Schön blöd, mag man im Nachhinein denken. Aber handeln wir heute anders?
Sind wir nicht selber groß und wissen wo es langgeht? Sind wir auf den Ratschlag Gottes angewiesen? Das schränkt doch unser Grundrecht auf Selbstbestimmung ein und unsere persönliche Freiheit.
Sind das vielleicht Götzen unserer Zeit, die uns verleiten den Herrn, unseren Gott, zu verlassen, wenn er uns den rechten Weg leiten will – seinen Weg?

Gott meint es gut mit dir. Und er möchte, dass dein Leben gelingt. Vertrau dich seinen Wegführungen an, denn er will dich den rechten Weg leiten. Vielleicht passt dir seine Wegführung im Moment nicht, weil er dich durchs dunkle Tal führt. Im Rückblick aber können wir meist erkennen, dass seine Führungen gut waren. Und dort, wo es für dich schwierig wurde, da hat er dich getragen. Und das sagt er dir auch für die Zukunft zu.

Helmut Haas

Vater im Himmel, führe und leite du mich durch diesen Tag. Ich möchte dir vertrauen, egal was auf mich zukommt. Begleite mich durch diesen Tag und trage du mich durch schwere Zeiten.
Amen

Lied: Spuren im Sand

Als heutige Bibellese ist 1. Könige 3, 1 – 15 vorgesehen.

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