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„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 17. September

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Donnerstag, 17. September

Als Petrus den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn. (Matthäus 14, 30-31)

Jesus hatte gerade 5000 Menschen satt gemacht und nach Hause geschickt und er hatte seinen Jüngern befohlen schon einmal mit dem Boot ans andere Ufer des Sees zu fahren. Er selbst war auf einen Berg gestiegen um zu beten.

Doch als die Jünger übersetzen wollen, kommen sie in einen starken Sturm und so kämpfen sie stundenlang mit Wind und Wellen! Damit nicht genug nähert sich dem Boot um drei Uhr morgens eine Gestalt. Jemand oder etwas läuft über das Wasser direkt auf sie zu.

Die Jünger erschrecken so sehr, dass sie vor entsetzen laut aufschreien. Sie sind sich sicher, das kann  nur ein Gespenst sein! Doch dann hören sie eine Stimme: „Ich bin es, habt keine Angst!“ Diese Stimme kennen sie, es ist die Stimme, der sie jeden Tag zuhören, es ist die Stimme ihres Herrn Jesus. Jetzt wird alles gut!

Da kommt Petrus auf eine wagemutige Idee: »Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.« Und tatsächlich, als Jesus ihm antwortet:“Komm her!“,steigt Petrus aus dem Boot und geht auf dem Wasser auf Jesus zu.

Das ist schon eine verrückte Szene. Wellen und Wind toben und Petrus steigt aus dem Boot.

Er läuft auf dem Wasser! Doch plötzlich wird ihm bewusst, was da um ihn herum geschieht. Er schaut weg von Jesus, hin auf die tosenden Wellen! Angst und Zweifel überfallen ihn und….er beginnt zu sinken!

Er wäre sicher ganz untergegangen, wenn ihm nicht noch eingefallen wäre, wen er gerade aus den Augen verloren hat. Er schreit :„Herr, rette mich“ und Jesus streckt ihm die Hand hin und hält ihn fest.

Wir können fest im Glauben stehen, wir können uns ganz in der Hand Gottes geborgen fühlen, wir können der Meinung sein, dass unser Glaube durch nichts zu erschüttern ist! Und dann kommen doch Zeiten, in denen wir vergessen auf Jesus zu sehen. Zeiten in denen uns die Sorgen und Nöte den Boden unter den Füßen wegziehen. Dann drehen sich unsere Gedanken um Krankheit, Streitigkeiten, Geldnot oder was auch immer, da hat wohl jeder seine eigenen Stürme. Wir lassen uns ablenken, wir zweifeln und verzweifeln und vergessen, wer Herr der Lage ist, wer den Überblick hat und wer da wartet, dass wir rufen: „Herr, rette mich!“

Wie tröstlich ist es da, dass wir sicher sein können, dass unser Herr nicht weit weg ist. Auch wenn der Sturm noch weiter tobt ist er da und geht mit uns! Er lässt uns nicht im Stich und hält uns fest.

Berit Knorr

Jesus, du bist der Herr über Wind und Wellen! Wenn Stürme um mich toben habe ich das Gefühl unterzugehen. Dann verliere ich dich aus den Augen und sehe nur noch die unendliche Tiefe unter mir, die Wolken über mir und die Wellen neben mir. Dabei bist du doch immer da! Ich muss mich  nur wieder nach dir ausrichten und nach dir rufen! Danke, dass du mich nie aus den Augen verlierst und mir dann deine Hand reichst und mich fest hältst, mitten im Sturm!

Amen

Als heutige Bibellese ist  2. Korinther 5, 11-21  vorgesehen.

Liedvorschlag:  Berge mich  (Still)     https://youtu.be/9ZZEqnp7K9A

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