„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 24. Januar

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Sonntag, 24. Januar

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. (Rut 1,16)

Mit solch einem „Trauspruch“ vertraut sich die Moabiterin Rut mit ihrer Zukunft dem Werdegang ihrer verwitweten Schwiegermutter Noomi an. Wir mögen uns fragen: Kann das der richtige Lebensweg sein, sich an einen anderen Menschen zu binden und alles mitzumachen, was diesem passiert? Die Vorstellung eines selbstbestimmten Lebens sieht anderes vor: Eigenständig bleiben, eigene Entscheidungen treffen, in Bindungen nur solange bleiben, wie sie einem selbst guttun. Andernfalls steht die Trennung an, und man entscheidet sich neu auf der Suche nach dem eigenen Glück.

Dass Rut sich Noomi vorbehaltslos zusagen kann, ist durch ihren Glauben bestimmt: „Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ Obwohl selbst Moabiterin hat sie Vertrauen in den HERRN, den Gott Israels. Dieser Gott, der nach einer Hungernot wieder für das Lebensbrot sorgt, behält die Zukunft in seinem gnädigen Blick. Was auf mich, auf uns zukommen wird, ist kein blindes Schicksal. Am Ende des Buches Rut zeigt es sich, dass Gott für Rut und Noomi gemeinsam das Gute vorgesehen hat.

Allzu oft kommt es im Leben anders, als wir es uns gewünscht und vorgestellt haben. Solange wir glauben, wir hätten mit eigenen Plänen und Entscheidungen unser Leben im Glücksgriff, vermögen wir nicht anzunehmen, was auf uns zukommt. Mit Rut darf es für uns heißen: Ich bin so frei, meine Zukunft Gott anzuvertrauen. Selbst im Unglück sieht er sein Gutes für mich vor – wir werden sehen.

Jochen Teuffel

Jesus Christus, Heiland und Lebensmeister, dir vertraue ich mich an – mit meinem Zagen, dem Klagen und allen den Fragen. Was du für mich vorsiehst, weiß ich nicht zu durchschauen. Manches, was ich mir in Zukunft vorstelle, macht Angst. Guter Hirte, führe mich aus meine Verzagtheit hinaus, und auch aus hoffnungsloser Gewohnheit. Schaffe mir Raum beim Vater, wo ich mich im Glauben an dich wie ein kleines Kind bergen kann. Amen.

Als heutige Bibellese ist Psalm 16 vorgesehen.

Zum Abschluss ein Lied „Vertraut den neuen Weg“ (EG 395/GL 812) zum Anhören und Mitsingen.

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