„Krone des Lebens“ – Biblische Tagesimpulse, die zusagen und herausfordern – 9. November

Basierend auf den Herrnhuter Losungen soll ein biblisches Wort uns jeden Tag einen neuen Impuls geben:

Montag, 09. November

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. (Luther)                                                                                                           Römer 3,28   

Eine andere Übersetzung lautet:

Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten werde ich von meiner Schuld freigesprochen, sondern allein deshalb, weil ich mein Vertrauen auf Jesus Christus setze.  (Hoffnung für alle)

Stellen sie sich einmal eine alte Waage vor. So eine mit jeweils einer Schale auf jeder Seite.

Auf der einen Seite wird die Schuld in die Waagschale gelegt, also alles was man in seinem Leben schlechtes getan hat. Jede Sünde und sei sie auch noch so klein. Zum Beispiel lügen, betrügen, Neid, Hass, stehlen, Geiz, eben all das, was Gott nicht gefällt.

Auf der anderen Seite der Waage wird all das Gute als Gegengewicht eingelegt. Also wenn man anderen Gutes getan hat, Geld gespendet hat, ehrlich war, den Anderen höher geachtet hat als sich selbst. Auch hier gäbe es noch viel mehr Beispiele. Und am Ende kann man sehen, welche Seite schwerer wiegt.

Jetzt könnten wir für uns selbst einmal überlegen, wie und mit was unsere Waagschalen befüllt würden.

Beobachten Sie sich doch einmal einen Tag selbstkritisch und versuchen Sie sich so einzuschätzen,

wie Gott Sie mit seinen Maßstäben, seinen Geboten, beurteilen würde.

Sollte die Seite mit der Schuld zu schwer wiegen, dann könnte ich doch jetzt versuchen in den nächsten Tagen/ Wochen/Monaten vermehrt Gutes zu tun. Ich könnte mich anstrengen und versuchen Gottes Gebote besser einzuhalten. Ich müsste nur aufpassen, dass die Gegenseite nicht auch wieder schwerer wird!

Tja, wenn das nur so einfach wäre..  dann könnte ich mit meinen guten Taten die Schuld wieder aufwiegen und dann wäre das Gleichgewicht wieder hergestellt, ich könnte mich sozusagen freikaufen.

Aber erstens ist das wirklich alles andere als einfach und zweitens funktioniert das bei Gott so nicht.

Ich kann meine Schuld durch ein besseres Leben nicht einfach ungeschehen machen.

Das geht nur, wenn ich mein Vertrauen ganz auf Jesus setze.

Und so müssen wir wirklich nichts tun, um gerettet zu werden. Anders ausgedrückt, nichts das wir tun, kann uns wirklich näher zu Gott bringen. Also viel Gutes tun, regelmäßig in den Gottesdienst gehen, nett zu anderen sein, beten, Geld spenden und so weiter, das alles ist gut! Wenn Sie es tun, dann tun Sie es weiterhin, aber damit bekommen Sie keine Eintrittskarte in den Himmel.

Unsere Eintrittskarte bekommen wir geschenkt, wenn wir verstehen, dass Jesus alle Schuld schon mit seinem Tod am Kreuz bezahlt hat. Wobei wir wieder beim Geschenk wären. Letzten Montag haben sie es vielleicht „ausgepackt“ und heute dürfen Sie es noch einmal herausholen und betrachten.

Haben wir nicht einen wunderbaren Gott?

Berit Knorr

Vater, manchmal will es nicht in meinen Kopf. In unserer Gesellschaft bekommt man ohne Gegenleistung nichts geschenkt, das lernen wir von klein auf. Aber du bist anders. Du schenkst und wir müssen lernen und erkennen, dass wir es nur annehmen müssen. Ich möchte mein Vertrauen ganz auf Jesus, deinen Sohn, setzen. Amen

Als heutige Bibellese ist Jeremia 39, 1-18 vorgesehen.

Liedvorschlag: Lothar Kosse, ‚Was für ein König‘ https://youtu.be/oOSzdgt6-hY

Hörvorschlag:  https://www.erf.de/index.php?module=667&snr=226413&reset=1

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